Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Israel attackiert erneut iranische Atomanlage

Mit dem von den USA unterstützten Angriff Israels auf Iran hat der Nahost-Konflikt eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Iran antwortet auf die Angriffe mit Schlägen gegen US-Militärbasen in der Region und Bombardements Israels. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
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  • 4.04.2026 15:36 Uhr

    15:36 Uhr

    Italiens Ministerpräsidentin Meloni überrascht mit Kurztrip in Kriegsregion

    Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist am Freitag zu Konsultationen in mehrere Golfstaaten geflogen.

    Zunächst traf sie in Saudi-Arabien ein, wo sie zu Gesprächen mit dem Kronprinzen Mohammed bin Salman zusammenkam. Laut der italienischen Zeitung La Stampa erfolgte der Termin in Dschidda "ohne Journalisten oder Ankündigung".

    Nach dem Treffen erklärte das Büro von Meloni, dass die Ministerpräsidentin mit bin Salman "über den Beistand bei der militärischen Verteidigung gesprochen hat, die Italien dem Königreich leiste". Wie genau dieser Beistand aussieht, wurde nicht näher ausgeführt.

    Im Rahmen der zweitägigen Reise WIRD laut Informationen aus Rom weitere Treffen in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant sein, wie ein Regierungsvertreter mitteilte, hier bei ihrer Ankunft in Doha, Katar.

    Melonis Reise ist die erste Reise eines EU-Spitzenpolitikers in der Region seit dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran am 28. Februar.

  • 15:00 Uhr

    Soziale Medien: Verlegung von Rettungsflugzeugen zur Unterstützung der Suche des in Iran vermissten US-Soldaten?

    Zwei US-amerikanische Rettungsflugzeuge vom Typ HC-130J "Combat King II" sind von der US-Militäreinrichtung in Stuttgart, dem Stuttgart Army Airfield, gestartet und fliegen laut "Flightradar24" in Richtung Naher Osten, so ein Hinweis des X-Kanals Egypt's Intel Observer:

    Die Hauptfunktion dieser Maschinen liegt in der "Rettung und Unterstützung von Personal in Krisen- und Kampfgebieten". Zudem können mithilfe der "HC-130J" Hubschrauber in der Luft betankt werden, um deren Reichweite bei Such- und Rettungsmissionen zu verlängern.

    "Der Verbleib eines US-Soldaten ist weiterhin unbekannt", so der US-Sender CNN berichtend, nachdem gestern ein F-15-Kampfflugzeug der USA abgeschossen wurde.

    Laut "Flightradar24" ist als Zielort demnach der Luftwaffenstützpunkt Incirlik nahe Adana im Süden der Türkei angegeben.

    Auf dem Stützpunkt sind türkische Luftstreitkräfte stationiert. Als größter Nutzer gilt aber seit dem Jahr 2001 die United States Air Force.

  • 14:36 Uhr

    Nach Angriff auf B1-Brücke: China verurteilt USA und Israel

    Die USA haben Irans größte, noch im Bau befindliche Brücke, die B1-Brücke in Karadsch, bombardiert. Lokale Beamte, die für den Bau der B1-Brücke zuständig sind, erklärten, sie sei nicht für militärische Zwecke genutzt worden. Laut iranischen Angaben wurden bei dem Angriff auf die Brücke acht Menschen getötet und Dutzende verletzt.

    Kurz nach der Zerstörung der B1-Brücke verurteilte China die Angriffe der USA und Israels auf Iran. "Die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran sind nicht von der UNO genehmigt und verstoßen gegen das Völkerrecht", so die Sprecherin des Außenministeriums und betonte: "China lehnt Angriffe auf zivile Einrichtungen ab und setzt sich für die Rückkehr zum Dialog und zur Kommunikation ein."

  • 14:19 Uhr

    Araghtschi kritisiert nach Angriff auf Atomanlage Doppelmoral des Westens

    Irans Außenminister Abbas Araghtschi kommentierte auf X die jüngste gezielte Attacke auf das Gelände des iranischen Kernkraftwerks Buschehr. So erinnerte der Politiker an die internationalen Reaktionen, bezogen auf ähnliche Ereignisse im Ukrainekrieg, um festzustellen:

    "Erinnern Sie sich an die Empörung des Westens über die Feindseligkeiten in der Nähe des Kernkraftwerks Saporoschje in der Ukraine?

    Israel und die USA haben unser Kraftwerk in Buschehr inzwischen viermal bombardiert. Der radioaktive Niederschlag wird das Leben in den Hauptstädten der Golfstaaten auslöschen, nicht in Teheran. Auch die Angriffe auf unsere petrochemischen Anlagen verfolgen konkrete Ziele."

    Die Umgebung sowie das Hauptgebäude der Anlage in Buschehr wurden mit dem jüngsten Angriff  zum vierten Mal direkt attackiert, zuletzt am 24. März.

    Der Hinweis auf petrochemische Anlagen bezieht sich auf drei aktuelle Raketenangriffe Israels auf Chemieanlagen in Fajr, Rejal und Amir-Kabir in der südwestiranischen Provinz. 

  • 14:02 Uhr

    TASS: Putin führt mehr als zehn Telefongespräche zu Nahost-Krise

    Der Konflikt im Nahen Osten, der mit US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen auf Ziele in Iran begann, dauert seit Ende Februar an. Während dieser Zeit führte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin mehr als zehn Telefongespräche mit ausländischen Spitzenpolitikern. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine eigene Analyse.

    Die meisten der Telefonate fanden dem Bericht zufolge mit Vertretern der Länder statt, die direkt am Konflikt beteiligt sind. So sprach Putin mehrmals mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian.

    Am 9. März telefonierte der russische Staatschef mit US-Präsident Donald Trump.

    Mehr dazu im RT DE-Artikel hier.

  • 13:43 Uhr

    "Ist auf der Flucht" – Iran setzt Belohnung auf vermissten US-Piloten aus

    Iran hat demjenigen, der den vermissten US-Piloten gefangen nimmt, eine Belohnung versprochen. Die Iranische Revolutionsgarde behauptete, einen Kampfjet vom Typ F-15E Strike Eagle abgeschossen zu haben.

    Der Pilot soll sich mit dem Fallschirm aus seinem Flugzeug gerettet haben und nun auf der Flucht sein.

  • 13:19 Uhr

    Teheran: US-israelische Angriffe auf 30 iranische Universitäten

    Seit dem Beginn der Angriffe am 28. Februar bombardieren Einheiten der USA und Israels nachweislich auch zivile Bildungseinrichtungen Irans wie Schulen und Universitäten.

    Der iranische Wissenschaftsminister Hossein Simayi Sarraf äußerte sich vor Journalisten, um die jüngsten Angriffe der USA und Israels "auf 30 iranische Universitäten" als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu verurteilen. So erfolgte am Freitag ein Angriff auf die Schahid-Beheschti-Universität für Medizinische Wissenschaften und Gesundheitsdienste im Stadteil Velendschak im Nordwesten von Teheran.

    Sarraf erklärte weiter, dass die gezielten Attacken auf wissenschaftliche und lebenswichtige sowie zivile Infrastruktur "im 21. Jahrhundert zeigen, dass der Feind in die Steinzeit zurückgefallen sei – nicht Iran".

    US-Präsident Trump hatte zuvor mehrfach angedroht, dass Washington Iran "in die Steinzeit zurückbomben" werde. 

  • 12:53 Uhr

    Israel attackiert erneut iranische Atomanlage

    Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim News ist am heutigen Morgen ein israelisches Geschoss in der Umgebung des iranischen Kernkraftwerks Buschehr eingeschlagen. Dabei kam eine Person ums Leben.

    Das Geschoss beschädigte demnach ein Gebäude "in der Nähe des Kraftwerks" und tötete dabei einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, so die Meldung. Die Atomenergieorganisation Irans bestätigte am Vormittag, dass die getötete Person "zum Sicherheitspersonal der Anlage gehörte und eines der Nebengebäude der Anlage beschädigt wurde".

    Über weitere Folgen des Angriffs in Bezug auf eine mögliche radiologische Gefährdung wurde nicht berichtet. 

    Die zur UN gehörende Internationale Atomenergiebehörde informierte auf X zu dem erneuten Angriff Israels, dass iranische Kollegen die IAEA über das Ereignis in Kenntnis setzten. Demnach wurde ein Gebäude auf dem Gelände durch Druckwellen und Splitter beschädigt. Ein Anstieg der Strahlungswerte wurde nicht gemeldet. Weiter heißt es:

    "Dies ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den letzten Wochen … IAEA-Leiter Grossi äußert tiefe Besorgnis über den gemeldeten Vorfall und betont, dass Kernkraftwerksstandorte oder deren Umgebung niemals angegriffen werden dürfen, da Nebengebäude möglicherweise wichtige Sicherheitsausrüstung beherbergen."

    Grossi bekräftigte zudem auf X seine an Tel Aviv gerichtete Forderung "nach größtmöglicher militärischer Zurückhaltung, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden".

    Die Umgebung der Anlage in Buschehr wurde zuletzt am 24. März seitens Israels attackiert.

  • 12:42 Uhr

    Massive Raketenangriffe auf Israel: Direkte Einschläge in Kiryat Ata

    Am Freitag trafen iranische Raketen Kiryat Ata, einen Vorort von Haifa. Kiryat Ata beherbergt sensible industrielle Anlagen, einschließlich Ölraffinerien.

    Es gab Berichte über Verletzte und Schäden; Todesopfer wurden keine gemeldet.

    Iran hat seit Kriegsbeginn über 1.900 Todesopfer gemeldet. Die USA haben mindestens 13 getötete Soldaten bestätigt, während die israelische Seite rund zwei Dutzend Todesopfer eingeräumt hat.

  • 12:18 Uhr

    Pentagon: Seit 28. Februar 365 US-Soldaten im Iran-Krieg verwundet 

    US-Medien haben unter Verweis auf Angaben des US-Kriegsministeriums über die Zahl der bisherigen Todesopfer aufseiten der US-Armee seit Beginn des US-israelischen Angriffskriegs gegen Iran berichtet.

    Dazu heißt es:

    "Daten des Pentagon zeigen, dass seit Beginn der Operation 'Epic Fury' vor fast fünf Wochen bis zum Freitag 365 Soldaten im Einsatz verwundet wurden."

    In einer detaillierteren Auflistung wird angegeben, dass demnach 247 verletzte Soldaten der US-Armee zugerechnet werden. Weiter heißt es:

    "63 gehören der Marine an; 19 sind bei den Marines; und 36 dienen bei der Luftwaffe."

    Weitere Angaben in der Differenz zur genannten Gesamtzahl werden nicht zitiert.

    Die Zahl der Todesopfer liegt laut den Daten des Pentagon "weiterhin bei 13". US-Medien zufolge ist jedoch unklar, ob in dieser Auflistung "auch Besatzungsmitglieder von US-Kampfflugzeugen enthalten sind, die am Freitag von iranischen Streitkräften abgeschossen oder getroffen wurden".

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